Karel Kachyňa (1924–2004) schrieb die Drehbücher seiner wichtigsten Filme gemeinsam mit Jan Procházka und übersetzte dessen Prosa in eine strenge, bildmächtige Filmsprache. Aus dieser Werkstatt kamen Ať žije republika (1965), das Kriegskammerspiel Kočár do Vídně (1966), Noc nevěsty (1967) und das Abhördrama Ucho (1970), eine der schärfsten Abrechnungen mit dem Machtapparat der Partei.